Gestern noch im 3D-Programm modelliert, heute morgen am MakerBot ausgedruckt und noch am selben Abend auf Funktion getestet. Wenn man das nicht Rapid-Prototyping nennt – was dann? Der angekündigte Prototyp des inneren Rahmens unseres Tookiis ist fertig. Und es wird windig.

Nach knappen drei Stunden Druckzeit erstrahlte der Prototyp in seiner vorgesehenen Form: Nacharbeiten waren kaum nötig, nur hier und da einige kleinere Filament-Fäden sowie ein etwas hartnäckiges Raft störten das Gesamtbild. Mit Spachtel und kleinem Skalpell jedoch nur eine Frage von Minuten. Die kurvenreiche Form kam dem Makerbot offensichtlich entgegen – Stützstruktuen entfielen völlig und das Objekt fässt sich angenehm glatt an, auch wenn teilweise kleinere Stufen zu erkennen sind, die wohl der vergleichsweise niedrigen Auflösung des Replicator 2 geschuldet sind.

Die oberen Halterungen für die Sensoren sind derart passgenau, dass weitere Befestigungen oder gar Kleben unnötig ist: man kann sie ganz einfach einklicken.

Ist der Ventilator an der Unterseite befestigt, spürt man durch die dünne Aussparung am oberen Ende einen deutlichen Windzug. Besonders stark ist der Effekt natürlich, wenn man die Hand kurz über der Öffnung ausstreckt. Mit zunehmender Höhe verliert sich der spürbare Windzug, ist jedoch auch in Höhen bis zu 30cm spürbar – mit viel Feingefühl, zugegeben. Klar erkennbare Impulse kann man so aber sicher nicht übermitteln – in der Form ist es eher als Positionsangabe zu verstehen.

Ein Alternativ-Test mit einem Föhn offenbarte: Die im Vergleich zur Umgebungstemperatur warme Luft ist grundsätzlich besser wahrnehmbar und deutlich angenehmer. Außerdem bewegt ein Föhn natürlich mehr Luftmasse – allein durch den größeren Durchmesser der verbauten Rotoren. Hier müssen wir ansetzen: Den Windzug weiter verstärken und möglicherweise dessen Temperatur beeinflussen.

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Das Modell unseres inneren Rahmens ist insofern ebenfalls noch überarbeitbar: Die Öffnen für den Luftzug kann an der Oberseite weiter verjüngt, hingegen an der unteren Seite noch etwas vergrößert werden. Auch fehlen an diesem natürlich noch die Befestigungen für die Elektronik.