Nachdem das Hardware-Setup nun einigermaßen final ist, wird es nun Zeit den ganzen Kabelsalat in einer Platine zu bändigen – und den Fritzing PCB Service das erste Mal zu testen.
Der erste Schritt liegt nahe: Das Hardware-Setup in Fritzing nachzubauen. Aber hier gab es schon den ersten Stolperstein, denn die meisten (und vor allem neuen) Module von Adafruit und Sparkfun sind per default nicht in Fritzing enthalten. Dank der Open-Source-Community gibt es aber zum Glück umfangreiche Fritzing-Libraries der beiden Hersteller auf Github:
https://github.com/adafruit/Fritzing-Library
https://github.com/sparkfun/Fritzing_Parts
Leiterbahnen bzw. Traces zu verlegen ist ein bisschen wie das Tron Lightbike Race, denn Traces dürfen sich nicht kreuzen – zum Glück können in Fritzing Leitbahnen doppelseitig gelegt werden.
Nach ein paar Stunden hatte ich dann auch alle Teile und Traces auf möglichst kleinem Raum platziert bekommen (45x45mm).
Nun das nächste Problem: Wird ein Fritzing Modul auf der Leitplatte platziert, werden im Prinzip Aussparungen für alle Pins des Moduls auf dem PCB „gedruckt“ – im Prinzip ein schöner Gedanke, jedoch benötigen wir a) nicht alle Pins jedes Moduls und b) schränken die Pin-Aussparungen die Möglichkeiten des Leiterbahnen-Layouts ein.
Ich war davon überzeugt, dass es mit ein paar Klicks möglich sei, die nicht benötigten Pins „auszublenden“ – aber dem war nicht so. Dank eines Posts im Fritzing Forum ergab sich folgende, etwas umständliche Lösung: Anstatt die Fritzing PCB mit “vorgefertigten“ Modulen zu planen, sollten einfach nur „Female Headers“, also Steckleisten verwendet werden, welche der gewünschten Pinbelegung der Module entsprechen. Das bedeutete wiederum, dass ich noch mal von vorne beginnen konnte.
Nachdem das komplette Layout nun noch mal mit Steckleisten nachgebaut hatte, wollte ich auch wirklich sicher gehen, ob Position und Traces auch tatsächlich stimmen:
Über Datei > Exportieren > für die Produktion > Ätzbar (PDF) lässt sich ein maßstabsgetreues Platinen-Layout zum ausschneiden generieren. Platziert man nun dieses Papier-Layout auf Styropor, kann man seine Module darauf „probe stecken“ und gründlich überprüfen – Paper Prototyping lässt grüßen.
Überprüfung erfolgreich, auf zur Bestellung: Fritzing kalkuliert den Preis individuell nach Platinen-Maß, PCB-Bestellungen werden aber nicht sofort bearbeitet sondern gesammelt. Deadline ist immer Dienstags, 10.00 Uhr. Ab Bestellung dauert es ca. 10 Tage bis das PCB tatsächlich ankommt. Man möge gespannt sein.

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