Die Dead Drops sind nach Stuttgart gekommen und ich habe nichts davon mitbekommen. Ein Skandal. Falls ihr es auch nicht mitbekommen habt: Die Dead Drops sind keine mittelmäßige Hardrockband wie man vermuten könnte, sondern USB-Sticks, die an öffentlich zugänglichen Stellen in enge Spalten betoniert/befestigt wurden. Tote Briefkästen. Ohne Besitzer. Für jeden zugänglich. “An anonymous, offline, peer to peer file-sharing network in public spaces”, laut offizieller Definition. Entwickelt hat das ganze natürlich mal wieder das Eyebeam Art + Technology Center, ein Künstlerkollektiv aus New York. Art meets MIT. Die künstlerische Antwort auf den Cloud-Wahnsinn der heutigen Zeit. Un-cloud your files! Auch in Stuttgart. Zum Beispiel hier:

Wittwer, Königstraße
dd_wittwer

Wenn man irgendwo was reinsteckt, sollte man immer aufpassen. Vorallem wenn es sich um enge Ritzen an öffentlich zugänglichen Plätzen handelt. Da kann man sich schnell mal infizieren, schließlich weis man ja nie, wer schon alles vor einem drinsteckte. Bis jetzt waren aber alle sauber. Es zählt ja auch hauptsächlich der Spaß an der Sache, am Unbekannten. Wenn ich Zeit hab, werde ich so ne öffentliche Spalte suchen. Und mal schauen was sie so drauf hat.

Blog des Typs, der die Dead Drops in Stuttgart geplanted hat
Eyebeam, Art + Technology Center